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Projekt Mezzo - Operation Daviscup - Verschlussakt - Foto Jeremias Münch - Adobe stock Projekt Mezzo - Operation Daviscup - Verschlussakt - Foto Jeremias Münch - Adobe stock

Investigativ

Der Dunstkreis der Soko-Tape zum Ibiza-Netzwerk

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Darüber hinaus wird der Leiter der Soko-Tape sich mit unangenehmen Fragen zu einer möglichen “Verhaberung” von einzelnen Beamten und Protagonisten aus dem Ibiza-Netzwerk konfrontiert sehen.

Der verdeckte Ermittler P. S. alias M.

Eine zentrale Rolle bei der parlamentarischen Aufarbeitung nimmt der Kriminalbeamte P. S. ein, der der Abteilung 5.3 Verdeckte Ermittlungen angehört. Dieser hatte laut dem Projektbericht der Operation “Mezzo” eine wichtige Rolle, da dieser der Ansprechpartner für „Die Gruppe Sicherheit GmbH“ war. Fass ohne Boden konnte in Erfahrung bringen, dass die sogenannten Mezzo-Unterlagen mittlerweile dem U-Ausschuss vorliegen.

Kurzer Rückblick: Im Zeitraum Jänner bis März 2013 unterwanderte ein Mitarbeiter von Sascha Wandl, dem damaligen Geschäftsführer des Unternehmens “Die Gruppe Sicherheit”, ein kriminelles Netzwerk in Wien. Bei der Kriminalpolizei hieß diese Operation wiederum “Daviscup” und wurde als Verschlussakt geführt. Zu dieser Causa wurde ich im vergangenen Dezember als Zeuge vom Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung befragt.

Projekt Mezzo - Operation Daviscup - Verschlussakt - Foto Jeremias Münch - Adobe stock
Projekt Mezzo – Operation Daviscup – Verschlussakt – Foto Jeremias Münch – Adobe stock

Besonders spannend: Bei dem eingesetzten Detektiven handelt es sich um den männlichen Lockvogel aus dem Ibiza-Video. Der sogenannte Ibiza-Detektiv hatte einen intensiven Austausch mit dem Kriminalbeamten P. S. Laut dem “Mezzo”-Bericht traf sich der Verdeckte Ermittler am 10. Jänner 2013 und am 20. Jänner 2013 persönlich mit dem Ibiza-Detektiven.

Darüber hinaus war es der Kriminalbeamte P. S. im Jahr 2012, der den nachfolgenden Bericht vorlegte:

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist VE-Bericht-Fass-ohne-Boden-715x1024.jpg

Die Kosten für den verdeckten Einsatz des Ermittlers wurde von einem Tabakkonzern finanziert. Der Hauptgrund für die outgesourcten Ermittlungen war banal: Die Ermittler konnten nicht nah genug an das kriminelle Netzwerk herankommen und mussten daher auf einen externen Detektiven zurückgreifen.

Kenntnisse vom Ibiza-Video bereits 2018?

Aber es gibt noch eine weitere Verbindung vom Kriminalbeamten zum Ibiza-Netzwerk, konkret sogar zum Ibiza-Video selbst. Im April des heurigen Jahres hat ein Salzburger Polizist ausgepackt. Dieser schildert von einem Treffen zwischen dem Kriminalbeamten P. S. und einem Verdächtigen aus dem Ibiza-Netzwerk, gemeint ist der S. K.:

“Daraufhin gab dieser an, dass halb Wien von dem Video weiß. Auf Nachfrage ob er das auch alles P., gemeint Cheflnsp P. S, erzählt hat, gab S. K. an, dass er diesem das alles schon im Jahr 2018 erzählte und dieser auch einen entsprechenden Bericht verfasst hatte. Weiters sei er sich sicher, dass anhand der von ihm an Cheflnsp P. S. herangetragenen Informationen bereits Ermittlungen geführt würden, zumal der Ibiza-Detektiv auch ein ehemaliger Informant von Cheflnsp P. S. sei.”

Eine wesentliche Frage gilt es heute zu beantworten: Seit wann hat der Ibiza-Detektiv für das Bundeskriminalamt gearbeitet, zumindest aber, in welcher Form hat der Ibiza-Detektiv mit den Ermittlern vom Bundeskriminalamt kooperiert? Handelt es sich beim Ibiza-Detektiven um einen eingetragenen Informanten?

Darüber hinaus gibt es bei weitem mehrere Beamte, die einen “special smell” haben. Angefangen vom ehemaligen Vorgesetzten von Andreas Holzer, E. G., aber auch ein Verdeckter Ermittler mit dem Alias “R.” und selbstverständlich N. R., über den wir bereits ausgiebig berichtet haben. Eines kann schon jetzt gesagt werden: die Befragung von Andreas Holzer im Untersuchungsausschuss wird spannend.

Interview mit dem blauen Parlamentsklub über das Bundeskriminalamt

FoB-Chefredakteur. 'Ich habe nie ein wildes Tier gesehen, das Selbstmitleid empfand.' (D. H. Lawrence). Folge mir auf Facebook oder Twitter.

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